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Japanisch schwierig weil ist

Wahrscheinlich kam George Lucas beim Japanisch lernen die Idee, Yoda so sprechen zu lassen…

Da ich immer wieder danach gefragt werde, möchte ich nochmals aufklären, wie die Japanische Schrift funktioniert. Ausserdem kann ich auch noch ein bisschen was über die Grammatik erzählen, damit ihr mal seht, wie kompliziert (sprich: nervig) Sprachen sein können (stellt euch vor: ein Land in dem alle 125 Millionen wie Yoda reden!!!).

Hinweis: Wer das jetzt lesen können will, muss eventuell seinen Browser auf Unicode oder Japanische Zeichencodierung (siehe Menü Ansichten) umstellen. Keine Panik, das ist mit einem Klick in 5 Sekunden gemacht! (Und auch wieder revidierbar, wobei dafür aber keine Notwendigkeit besteht, da man danach immer noch Lateinische Schrift lesen kann)

Also, es gibt drei Schriften, Kanji, Hiragana und Katakana. Kanji ist der wichtigste Bestandteil. Sie sind auch aus dem Chinesischen bekannt, wobei allerdings die Zeichen nicht identisch mit denen aus China sind, auch wenn sie für uns unwissende Europäer zuerst gleich aussehen. Jedem Kanji kommt meist nur eine Bedeutung zu. Beispiel:

転 = rollen/drehen (gesprochen: “ten”)

Zusammen mit dem Zeichen 運  (“un”) für Tragen wird daraus das Wort 運転 (“unten”) = fahren. So weit so gut. Dumm ist nur, dass diese beiden Zeichen auch einzeln als Verben verwendet werden können. Dann werden sie völlig anders gesprochen: 運ぶ (“hakobu”) und 転ぶ (“korobu”). Kanjis gibt es angeblich über 10.000 Stück, aber man braucht gewöhnlich nur 4.000. Dennoch, ich habe zum Beispiel bis jetzt nur ca. 500 gelernt und komme mir damit beim Zeitung lesen ziemlich hilflos vor :-(.

Nun habt ihr auch schon das erste Hiragana gesehen: ぶ  “bu”.  Hiragana und Katakana sind zwei ähnliche Silbenschriften. Es gibt von beiden jeweils ca. 40-50 Zeichen. Jedes Zeichen wird einer Silbe zugeordnet wird. Somit ist deren Aussprache immer gleich (schonmal besser als die Kanjis). Hiragana verwendet man für Wörter, die keine Kanjis haben (oder wo die Kanjis niemand kennt) und für das Ende von Verben, um diese deklinieren zu können. Katakana wird vor allem für ausländische Wörter benutzt. Hier die Tafeln mit allen Hiragana und Katakana:

Hiragana und Katakana

Nun zur Grammatik: Einfach gesagt, in Japan ist alles verkehrt rum! Hier ein Vergleich:

Deutsch:   Ich habe sie gefragt, ob ich mir morgen das Buch ausleihen kann.

Japanisch:  Ich, morgen Buch ausleihen können ob, sie gefragt haben. (私は、あした本を借りれるか彼に聞きました。 ”Watashi wa,  ashita hon o karireru ka kare ni kiki mashita.”)

Der Nebensatz kommt im Japanischen zuerst, danach erst was man eigentlich sagen will. Das macht natürlich auch das Zuhören schwierig, weil man immer aufmerksam sein muss und den Satz, wenn er zuende gesprochen wurde, wie ein Puzzle zusammensetzen muss, um ihn begreifen zu können.

Ich denke, dass jetzt eure wichtigsten Fragen zu Japanisch beantwortet sind. Oder sollte ich sagen: Die wichtigsten Fragen beantwortet sind, so ich denke. ( 一番大切な質問が答えられたと思います。)

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