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Dumme Leute…

…gibt’s überall. Beispiel gefällig? ACHTZIG PROZENT der BMW-1er-Fahrer wissen nicht, dass ihr Auto Hinterradantrieb hat (Artikel).

Und BMW-Kunden sind ja wahrscheinlich bereits die Art Kunden, die tendenziell mehr auf Sportlichkeit und Technik achten. Was mich jetzt noch interessieren würde ist, wieviele Kunden “Frontantrieb” geantwortet haben und wie viele ÜBERHAUPT KEINE AHNUNG haben und nur mit den Schultern zucken.

Ist ja auch völlig unwichtig zu wissen, welche Räder angetrieben werden… Dann ist man halt überrascht, wenn im Winter oder bei nasser Strasse das Heck ein freudiges Eigenleben entwickelt. Oder wenn man beim plötzlichen Ausweichmanöver die hochbrisante Neuigkeit erfährt, dass man eventuell GEGENLENKEN müsste.

Ach ja, wie schon die alten Rally-Piloten einst sagten: “Untersteuern ist, wenn du den Baum kommen siehst”.

Ich schätze mal, 80% der Kunden wissen auch nicht was eine Kupplung ist (die Antwort “na das Pedal da links” zählt nich, Leute…). Wär mal lustig zu sehen, wie jemand beim “Jaywalking” die Passanten fragen würde, welche Räder denn beim Allradantrieb angetrieben werden… Ob sie wohl wenigstens wüssten, wo sich der Motor befindet? Wenn man nie nach dem Ölstand geschaut hat, muss man das ja nicht unbedingt wissen ;-). Und wie das erst aussehen muss, wenn die ihre Autos verkaufen wollen…

Wo ist die Batterie?

“ÖÖH… der hat keine Batterie, der ist nur Benziner.”

Hat der Wagen Automatik oder manuelle Schaltung?

“ÄÄH… ja, schalten tut er!”

Ist die Kupplung schonmal gewechselt worden?

“Ja, nachdem mir einer hinten drauf fuhr, war ‘se hin”

Jaja, was lernen wir nun daraus? Dass es bei Autos nicht anders ist, als bei allen anderen Produkten auch. Man klebt eine Marke mit gutem Image drauf, behauptet es wäre das Beste aller Zeiten, und der Kunde denkt er fährt F1-Technik herum, obwohl er in einer Karre sitzt, die mit einem Fiat Panda vergleichbar ist.

Dasselbe Problem haben wir ja auch im Gesundheitswesen, im Finanzwesen und in so ziemlich jedem anderen Bereich unser Gesellschaft. Die Leute haben nicht die geringste Ahnung, was sie da kaufen. Noch schlimmer: sie geben sich überhaupt keine Mühe, es in Erfahrung zu bringen.

Sozialdemokraten oder Kommunisten würden jetzt sagen, dass wir halt Ratingagenturen und Qualitätskontrollen und Kundenberatungscenter einrichten müssen, damit die Kunden vor den bösen Verkäufern geschützt werden. Das Problem ist, dass wir als Gesellschaft damit sämtliche Verantwortung für unser Handeln an den Staat abgeben. Wir müssen nicht mehr nachdenken. Im Gegenteil, Denken ist schädlich, schliesslich sind wir alle viel zu dumm, um die modernen Produkte und Dienstleistungen unserer Zeit zu verstehen.

Willkommen im Nanny State, wie die Engländer sagen. Oder willkommen in 1984. Big brother is watching you, you idiot! Und es ist nicht Big Brother aus’m Fernsehen gemeint… Mann, wird mir schlecht…

So, hier mal ein paar Beispiele, wie ein Nanny State aussehen kann:

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