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Ökonomie bestimmt unser Wahlverhalten

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So sind zum Beispiel Menschen, die einmal vom Staat abhängig geworden sind, schwer davon zu überzeugen, für eine Verkleinerung des Staates zu stimmen. Neueste Umfragen in den USA zeigen, dass es in der Wahrnehmung der Leistungen des Präsidenten noch nie einen so grossen Unterschied zwischen Wählern verschiedener Hautfarben gegeben hat. Schwarze sind zu 88% mit Obamas Arbeit zufrieden, Hispanos zu 54%, Weiße nur zu 38%.

Nun mag man das vielleicht als Rassimus auslegen, wenn Schwarze immer gleich zufrieden sind mit Obama, egal ob er zufälligerweise eine sehr ähnliche Politik wie sein unter Schwarzen nicht grade beliebter Vorgänger betreibt. Ich denke aber, dass es eher ein Resultat ökonomischer Anreize ist. Schwarze sind aus verschiedenen Gründen immer noch “unterpriviligierte” Bürger in den USA, wenn es um Einkommen oder Arbeitslosigkeit geht. Sie haben im Schnitt eine schlechtere schulische Bildung, was dazu führt, dass sie weniger als Weiße verdienen.

Des weiteren leiden sie unter viel höheren Arbeitslosenquoten als Weiße. Aufgrund ihrer schlechteren Bildung sind sie häufiger in Jobs tätig, die zunehmend ins noch billigere Ausland verlagert werden, oder die von (teils illegalen) Einwanderern erledigt werden. Ein weiterer Grund wird aber auch sein, dass Schwarze überproportional oft von Sozialhilfe abhängen, die in den USA obendrein so ausgezahlt wird, dass Kinder bei Arbeitslosen finanziell ausserordentlich stark belohnt werden. So haben ausgerechnet arbeitslose und alleinerziehende schwarze Frauen überdurchschnittlich viele Kinder.

Es hat sich gezeigt, dass Menschen, die von Sozialhilfe abhängen, weniger oft bereit sind, ihren Wohnort zu wechseln, um nach Jobs zu suchen. So können “Ghettos” entstehen. Ist es nicht interessant, dass ausgerechnet Detroit, das seit Menschengedenken von linken Politikern regiert wird und relativ hohe Sozialhilfen auszahlt, in den letzten 50 Jahren eine dramatische Ghettoisierung erlebt hat (siehe hier, mit Bildern)? Als die Industrie in den 1960er Jahren ihren langen Abschwung anfing und die Arbeitsplätze knapp wurden, begannen Weiße die Stadt zu verlassen, während Schwarze bis heute in sie massenhaft hineinströmten, obwohl dort das Angebot an legalen Jobs mittlerweile eines der schlechtesten in den ganzen USA ist, mit Arbeitslosenquoten, die mit besseren Regionen Ostdeutschlands zu vergleichen sind.

Mindestlöhne sind eine weitere ganz wichtige Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit unter Schwarzen. Da sie, wie gesagt, bildungstechnisch benachteiligt sind (als Ergebnis früherer rassistischer Politik, die ihnen den Zugang zu besseren Schulen verwehrte), arbeiten sie für durchschnittlich geringere Löhne als Weiße. Weil aber die Mindestlöhne (natürlich diskriminierungsfrei) für alle gleich hoch sind, egal ob sie im eher ländlichen Alabama oder im industriellen New England arbeiten, ist der Abstand der durchschnittlichen Löhne von Schwarzen zum nationalen Mindestlohn viel niedriger als bei Weißen. Dadurch verlieren Schwarze viele Jobs, die ihnen wenigstens ein bißchen Einkommen geben würden. Und so werden sie von der Sozialhilfe abhängig und versuchen womöglich, sich ihr Geld eben illegal (z.B im Drogenhandel) zu verdienen.

Man kann diese Situation auch auf Europa übertragen. Dazu muss man nur “Schwarze” durch “Immigranten” ersetzen. Daran ist überhaupt nichts rassistisches. Der Sozialstaat, der es natürlich gut meint, verursacht einfach den ohnehin schon benachteiligten in der Gesellschaft noch mehr Probleme.

Ironisch ist, dass die Street Gangs wohl garnicht wollen, dass der Staat den Drogenhandel legalisiert. Schliesslich würden dann die Drogenpreise purzeln, es würden viele Konkurrenten in den Markt strömen und, am schlimmsten, die Jobs würden unter das Mindestlohngesetz fallen und wären somit verloren.

Welche Regierung dürfte nun die meiste Zustimmung von schwarzen Wählern bekommen? Kurzfristig eine Regierung, die die Sozialhilfe erhöht, um ihre Probleme schnell zu verringern. Auf die Dauer aber wäre die Abschaffung der Mindestlöhne und eine bessere Schulen viel hilfreicher. Obama hat erstere Politik gewählt. Und so wird weiterhin von Schwarzen gelobt, weil Menschen leider viel zu kurzfristig denken.

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