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Märtyrer Obama

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Ich möchte an dieser Stelle eine Prognose abgeben: Ab dem nächsten Jahr wird Obama als Märtyrer der guten Sache in die Geschichte eingehen. Warum? Weil die Republikaner die Kongresswahlen im November deutlich für sich entscheiden werden. Danach wird er mit noch viel mehr Widerstand bei seinen politischen Vorhaben rechnen müssen. Die (deutsche) Presse wird dann sagen, dass man ihm einfach nicht genug Zeit gegeben habe, um seinen Traum vom “Change” Wirklichkeit werden zu lassen. Es wird heißen, seine Partei verliere die Kongresswahlen wegen der immer noch andauernden wirtschaftlichen Misere, an der natürlich allein President Bush schuld ist. Man wird sagen, die Populisten von der Tea-Party-Bewegung hätten die Wählerschaft erfolgreich gegen ihn aufgebracht. Die deutsche Presse wird den Eindruck aufkommen lassen, Obama sei einfach zu gut für die USA gewesen. Die Amerikanischen Wähler hätten nicht begriffen, welche Chance er für das ganze Land dargestellt hätte.

Jede andere Darstellung der Lage wird als Unsinn abgetan werden. Zum Beispiel, dass erst Obama mit seinen gigantischen Konjunkturprogrammen die USA auf den Weg in Richtung “Big Fat Greek Disaster” gebracht hat, oder dass die unheilvollen Verhältnisse im Finanzwesen noch weiter verschlimmerte, indem er große Banken (die eigentlich hätten Pleite gehen müssen) noch größer hat werden lassen, während 800 kleinere Banken nicht gerettet wurden. Mit den Disasterunternehmen Fannie Mae und Freddie Mac sowie einer unterfinanzierten gesetzlichen Rente wird er seinem Nachfolger einen riesigen stinkenden Reformberg hinterlassen.

Seine Gesundheitsreform wird überhaupt nichts günstiger, aber alles teurer werden lassen, bei gleichzeitig sinkender Qualität und einem sich ausbreitenden Ärztemangel.

Dank seiner Nahostpolitik wird sich womöglich eines Tages ein mit Atomwaffen ausgerüsteter Iran das durch innere Konflikte zerüttete Nachbarland Irak einverleiben. Durch den Abzug der amerikanischen Truppen öffnet er jedenfalls dem Iran Tür und Tor.

Schließlich wird er auch kein einziges Problem im maroden staatlichen Schulsystem beseitigt haben. Schwarze werden auch weiterhin schlechter ausgebildet sein, weniger Geld verdienen und häufiger arbeitslos sein.

Aber nochmals, sein ganzes Versagen wird zurückgeführt werden auf die Kongresswahl im November 2010. Er wird als das Opfer von zu vielen politischen Widerständen dargestellt werden. Das Beste ist, damit hättte die Presse sogar fast Recht. Natürlich würde jeder Präsident heftigen Widerstand bekommen, würde er die oben angesprochenen Probleme vernünftig lösen wollen. Der entscheidene Punkt ist aber, dass Obama und seine Mitstreiter zu keiner Zeit planten, dies zu tun.

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