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Deregulierung wirkt? Wer hätte das gedacht!

In Deutschland gab’s auch schon ein Dorf, das alle Verkehrsampeln (ich glaube sogar auch alle Verkehrschilder) abgeschafft hat. Ähnlich wie dort funktioniert es jetzt auch in einem englischen Dorf: Guckst Du hier.

Die “überraschende” Erkenntnis: Eine große Menge von Menschen ist geistig imstande, sich ad-hoc einer neuen Umgebung anzupassen und ihr Verhalten als Gruppe zum Wohle aller zu koordinieren. Bei Ameisen und anderen Tieren halten wir Menschen das ja für selbstverständlich, nur komischerweise bei uns selbst sind die Zweifel so groß, dass man immer denkt Chaos würde ausbrechen, wenn die Menschen nicht ständig jemanden (oder eine Maschine) haben, der/die ihnen sagt, was sie jetzt gerade zu tun haben.

Warum aber koordiniert sich ein Gruppe ganz von selbst? Einfach: An- und Abreize. Die Autofahrer müssen um ihr Eigentum (das Auto) und ihre Gesundheit fürchten, wenn sie nicht aufpassen. Der Anreiz ist groß, sich zu koordinieren, weil es viel zu verlieren gibt. Das ist wohl auch der Grund, warum die Fußgänger bei diesem Beispiel aus England den Kürzeren ziehen. Die Autofahrer gehen einfach davon aus, dass die Fußgänger nicht den Mut haben, ihre Ansprüche zur Überquerung der Straße durchzusetzen. Zebrastreifen und ein knallhartes Strafrecht (beides benutzen wir ja schon) können aber reichen, um die Rolle der Fußgänger zu stärken. Wozu also noch Ampeln?

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